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Das Sommerloch und die Frauen

Jedes Jahr kommt es. Und jedes Jahr wissen die Journalisten nicht damit umzugehen. Das Sommerloch!
Sie versuchen ja grundsätzlich wirklich alles. Sie überlegen sich Sommergespräche und so manche andere Serie, nur um den Leser bei der Stange zu halten. Mit dem Sommerloch ist es mittlerweile sogar schon so schlimm, dass Viktor Herrman dem Sommerloch in den Salzburger Nachrichten einen eigenen Beitrag widmet.

Interessanterweise ist dieses Jahr, zumindest meiner Meinung nach, alles ein wenig anders. Zu allererst liegt es wohl daran, dass der Sommer bisher eher zu wünschen übrig lässt, und man dementsprechend nicht wirklich von "Sommer"loch sprechen kann. Na dann nennen wir es doch einfach "Polit"loch. Aber selbst diesen Namen verdient es nicht wirklich, da man quasi jeden Tag ein paar interessante Ideen und Wandlungen in der Zeitung beobachten kann. Interessant heißt in diesem Zusammenhang leider nicht immer positiv. Aber naja, man kann ja nicht alles haben.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, was das alles jetzt mit den Frauen zu tun hat. Ganz einfach: Frauen in der österreichischen Innenpolitik sind der Grund, dass mir diesen Sommer zumindest noch nicht fad geworden ist.

Beginnen wir mit den positiven, zum Teil äußerst überraschenden Erscheinungen:

- Vor kurzem konnte ich in den Vorarlberger Nachrichten schier unglaubliches lesen. Gabi Burgstaller gab, vor dem Hintergrund, dass sie den Vorsitz in der Landeshauptleutekonferenz übernommen hat, ein Interview in dem sie sich aufgeschlossen in Bezug auf Studiengebühren zeigte. Am Anfang dachte ich ja noch ich lese nicht recht. Beim wiederholten drüberlesen merkte ich dann aber, dass es wirklich Realtät geworden war: Worüber die Genossen sonst nur hinter geschlossenen Türen sprechen, nämlich dass Studiengebühren an und für sich gar nicht so schlecht sind, traute sich Gabi Burgstaller jetzt auch offen zugeben. Bis jetzt kannte man diesen Mut ja nur von Josef Broukal. Wobei es sich bei ihm doch immer ein wenig ambivalent verhalten hatte. Er hat zwar immer zugegeben eigentlich für Studiengebühren zu sein, im Parlament allerdings , aufgrund einer Direktivte von ganz oben, immer dagegen gesprochen. Naja, wie auch immer, Gabi Burgstaller hat mich auf jeden Fall sehr positiv überrascht.

- Und gleich zur nächsten: Maria Fekter. Man muss schon klar sagen, dass wir uns furchtbar glücklich schätzen können, dass Maria Fekter das Innenministerium verlassen hat. Dort war sie nämlich mehr als schrecklich. Im Finanzministerium macht sich dafür gar nicht mal so eine schlechte Figur. Ihre Idee, dass sowohl die steuerliche Begünstigung, als auch die betriebliche Absetzbarkeit von Golden Handshakes in Zukunft nicht mehr möglich sein soll, ist zumindest mal ein erster Ansatz. Das Pensionssytem wird dadurch zwar auch nicht zu retten sein, allerdings scheint es, als wäre zumindest irgendwem in der Bundesregierung aufgefallen, dass sich die ganze Sache mit Massen an Frühpensionisten nicht ganz so ausgehen kann. Der Pensionsexperte Bernd Marin zeigte sich im Standard übrigens mehr als verzückt über Fekters Vorstoß. Das es im Endeffekt wahrscheinlich zu keiner Umsetzung kommen wird, Gewerkschaft und Wirtschaftskammer legen sich natürlich quer, tut hier nichts zu Sache. Hauptsache Marin hatte zumindest kurz mal die Möglichkeit zu glauben, dass es in Österreich doch noch jemanden gibt, der ihm zumindest gelegentlich zuhört.

- Tja, und jetzt zur Bundeshymne. Mal ganz ehrlich, ich bin ja wirklich ein absolut Gendergegner. Und haben wir in Österreich nicht wirklich wichtigere Themen als die Umtextung der Bundeshymne? Ich glaube schon. Da wäre zum Beispiel die Geschichte mit gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Aber wie auch immer. Wirklich spannend an der ganzen Sache, war ja eigentlich nur, wie unglaublich dämlich sich die Männer des ÖVP Parlamentsklub verhalten haben. Wirklich erschreckend. Und genau aus diesem Grund auch ein herzliches Dankeschön an Maria Rauch-Kallat. Ein guter Abgang von ihr, oder zumindest so etwas ähnliches. Und wenn jetzt wirklich jemand wissen will, ob ich für oder gegen eine Umtextung bin: Im Prinzip finde ich es schon mehr als richtig, dass in der Bundeshymne Frauen gleichberechtigt vorkommen. Insofern hab ich auch gar nichts gegen eine Umtextung. Hab die Vorschläge auf You-Tube leider noch nicht anhören können, aber solange der Rhythmus passt, ja mein Gott, wieso denn eigentlich nicht. Mich würde es allerdings auch nicht stören wenn die Hymne so bleibt wie sie ist. Wie gesagt, wir haben wichtigere Probleme.
Am besten an der ganzen Geschichte finde ich übrigens die Idee, dass wir die Europahymne dann auch schnell umschreiben müssen. Dort heißt es ja schließlich "....Tochter aus Elysium..."

So, und jetzt kommen wir zu den Damen, die mich wiedermal nicht enttäuscht haben:

- Doris Bures. Ja, es ist wirklich unglaublich, was diesen ganzen Handyanbieter uns alles einreden wollen. Verbindliche Vertragsdauer bis Ende nie, unglaublich hohe Kosten wenn man lange im Internet ist, und und und. Tja, und die nette Ministerin von nebenan, sorgt sich offensichtlich so um ihre kleinen Schäfchen, dass kurzerhand gleich mal alles verbieten will. Also mal im Ernst Frau Bundesministerien, der Konsument ist nicht per se dämlich. Und die Mobilfunkbetreiber nicht per se bösartige Ausbeuter. Der Grund für die langen Mindestvertragsdauern liegt darin, dass der Konsument im Normalfall bei Vertragsunterzeichnung ein Handy geschenkt bekommt. Und ja, diese tollen neuen Smartphones kosten etwas (Das weiß sogar ich, obwohl ich noch keines hab). Und weil die eben nicht ganz so billig sind, ist auch die Vertragsbindung entsprechend lang. Verstanden? Wenn ich also nicht lange an meinen Vertrag gebunden sein will, dann darf ich halt auch kein gratis Handy erwarten. Und bitte liebe Frau Ministerin, wenn ich mich mein Leben lang an einen Mobilfunkbetreiber binden lassen will, dann haben sie garantiert nicht das Recht, mir dies zu verbieten. Und zu den hohen Kosten fürs Internet kann man eigentlich nur sagen, dass der Konsument selbst schuld ist, wenn er seine Vetragsbedingungen nicht lesen kann. Tut leid, aber soviel Eigenverantwortung muss ja wohl wirklich sein. Ich warte nur auf den Tag, an dem mir Frau Bures verbieten will eine Wohnung zu kaufen, weil die damit verbundenen Kosten doch sehr hoch sind.

- Tja, und zu guter Letzt wollte ich mich eigentlich wiedermal über Eva Glawischnig auslassen. Das wäre allerdings doch etwas unfair, da ich bei ihrem Doppelinterview mit Claudia dann wohl als befangen gelten würde. Aber ich muss mich auch gar nicht über sie auslassen. Es ist wirklich nicht notwendig. Bei ihrer Performance sind nichtmal mehr Kritiker notwendig. Ihr Auftreten n diesem Interview und vor allem ihre herablassende Art spricht für sich selbst.

Also alles in allem kann ich nur sagen, dass die Damen das Sommerloch bitte weiterhin durcheinander bringen sollen. Egal ob positive oder negative Ideen, Hauptsache irgendwelche Ideen. Denn von der Männerriege in der Politik scheint im Sommer offensichtlich gar nichts zu kommen.

Kommentare

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Eine gute Lösung wäre es meiner Meinung nach, wenn die Einschulung schon viel früher als bisher erfolgen könnte, etwa ab dem zweiten Lebensjahr.luxus abendkleider Die Schule sollte die Kinder in den ersten Jahren nur wenig Zeit kosten. Wichtig wäre nur, dass eine Kontrolle über den Entwicklungsfortschritt erfolgte,abendkleider günstig um Defizite rechtzeitig zu erkennen und eventuelle Stärken fördern zu können.

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