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Franz Schellhorn
Migrationspolitik

Beschlossen durch den II. Bundeskongress in Wien am 9. Jänner 2010.

Grundsätzliches

Die Jungen Liberalen Österreich betrachten gelungene Migration als einen gesellschaftsbereichernden Prozess. Durch Migration kann dem demographischen Wandel und dem Mangel an Fachkräften in einigen Branchen Einhalt geboten werden. Außerdem fördert es innerhalb der Gesellschaft ein Bewusstsein für andere Kulturen.

Aufgrund einer völlig verfehlten Migrationspolitik Österreichs in den vergangenen Jahrzehnten gibt es eine Schieflage in der Integration von Zugezogenen. Die Menschen mit Migrationshintergrund leben auf einem signifikant niedrigeren sozialen Niveau als der Durchschnittswert der gesamten österreichischen Bevölkerung. Daraus ergeben sich weitere Probleme, so die erhöhte Kriminalitätsrate bei gewissen Delikten (Einbruch, Gewalt), die geringen Sprachkenntnisse der teils aus bildungsfernen Gruppen stammenden Migranten und daraus resultierend die fehlenden Perspektiven der jungen Menschen. Des Weiteren hat eine Clusterbildung stattgefunden, häufig leben die meisten Migranten eines Herkunftslandes sehr nah beieinander und haben dadurch wenig Interaktion mit Menschen anderer Herkunft.

Neben diesen tatsächlich bestehenden Schwierigkeiten existiert eine erhebliche Menge an unbegründeten Vorurteilen innerhalb der Gesellschaft gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund. Diese Vorurteile wurden geschürt von einer rechtspopulistischen Politik einiger Parteien und führen zu einem Misstrauen zwischen den Menschen. Diesen Vorurteilen kann man am besten dadurch entgegen treten, dass die Menschen unterschiedlicher Kulturen mehr miteinander zu tun haben.

Ziele

Aus diesen Grundsätzen lassen sich wesentliche Ziele für die Migrationspolitik Österreichs formulieren.

  1. Hebung des sozialen Niveaus von Menschen mit Migrationshintergrund
  2. Verbessertes Bildungssystem, wodurch eine erhöhte Chancengleichheit zwischen Menschen aller sozialer und kultureller Herkunft ermöglichen werde, um der Perspektivlosigkeit junger Menschen entgegen zu wirken
  3. Eine größere gesellschaftliche Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Subgesellschaften, damit beidseitiges Misstrauen und unnötige Vorurteile aus der Welt geräumt werden