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GALERIE
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Überwachung im öffentlichen Raum
Beschlossen durch den II. Bundeskongress in Wien am 9. Jänner 2010. Die Jungen Liberalen Österreich setzen sich für den Erhalt der Privatsphäre eines jeden Bürgers im privaten sowie im öffentlichen Raum ein. Deshalb kritisieren die JuLis Österreich den derzeitigen Umgang mit Überwachungskameras scharf und fordern folgende Auflagen zur Regulierung der Überwachungsmaßnahmen im öffentlichen Raum:
Der zunehmende Einsatz von elektronischen Überwachungsmaßnahmen im öffentlichen Raum wird oft mit dem Einhergehen eines erhöhten Sicherheitsgefühls der Bevölkerung bzw. mit der faktischen Senkung der Kriminalitätsrate und/oder Erhöhung der Aufklärungsrate im Bereich der überwachten Orte begründet. Die tatsächliche Wirkung von Überwachungsmaßnahmen auf die Kriminalitätsrate in den überwachten Bereichen erscheint im Lichte mehrerer wissenschaftlicher Studien äußerst fragwürdig. Eine dauerhafte Überwachung im öffentlichen Raum bekämpft im besten Fall die Symptome von Kriminalität in der Öffentlichkeit — führt im schlechtesten Fall allerdings nur zu einer geographischen Verdrängung der Probleme an andere, unbewachte, Schauplätze. Überwachungskameras und ähnliche Maßnahmen dürfen deshalb nicht als Selbstzweck verstanden werden, sondern können nur eine Übergangslösung darstellen, bis die eigentlichen Ursachen von kriminellen Aktivitäten identifiziert wurden und dagegen vorgegangen werden kann. Schlussendlich steht der Einsatz von großflächigen Überwachungsmaßnahmen im öffentlichen Raum im Gegensatz zu liberalen Grundsätzen wie der Wahrung der Privatsphäre des einzelnen Bürgers gegenüber dem Staat, aber auch gegenüber anderen Individuen und Organisationen, die durch den missbräuchlichen Umgang mit den gesammelten Informationen die betroffenen Personen in ihrer Privatsphäre einschränken oder anderweitigen Schaden zufügen können. |